Wer sind wir ?

Bastide du Laval Carine et Roland

Die Geschichte eines Paares, das von der Rückkehr zur Natur träumt … nach einer anstrengenden Karriere im Bereich Tourismus – zuerst in den USA und später dann in Frankreich.

Roland ist der Enkel von Weinbauern aus dem Beaujolais, Carine die Enkelin von Landwirten in der Nähe der Drôme. Sie fliehen jedoch vor dem Ruf der Natur und stürzen sich begeistert in die Abenteuer des Unternehmertums.

Da sie aus einem sportlichen Umfeld stammen, gründen sie zuerst in den 80er Jahren Strandclubs für Kinder in Landes. Später entschließen sie sich, das Abenteuer in Amerika zu suchen und ziehen von 1985 bis 1998 nach Los Angeles, wo sie drei florierende Unternehmen in der Tourismusbranche gründen.

1998 verkaufen sie alles, ihr Haus und die Unternehmen, und verlieben sich in eine Weindomäne mit einer Grundfläche von 30 Hektar in der Provence, in Cadenet, einem kleinen Ort des Luberon.

Sofort machen sie sich an die Arbeit und strukturieren die Domäne innerhalb weniger Monate um und pflanzen mehrere Tausend Olivenbäume.

Um den Bäumen die Zeit zum Wachsen zu lassen, bedienen sie sich ihrer Erfahrungen aus Amerika und gründen im Juli 1999 „Auto Escape“, ein Unternehmen, dessen Aktivitäten auf einem in Frankreich noch neuen Konzept basieren: das Vermitteln von Mietwagen, unabhängig und übergreifend von den verschiedenen Mietwagenfirmen.

Das Unternehmen, welches vor allem auf die Servicequalität setzt, entwickelt sich schnell weiter und in Pertuis, im Luberon, kommen 50 Mitarbeiter hinzu.

Nachdem das Unternehmen zur Nummer 1 in Frankreich aufgestiegen ist, zieht es auch Investoren an und Carine und Roland COUPAT beschließen ihre Firma an die Börse zu bringen und die Unternehmensführung abzugeben. Später wird dann das Unternehmen von Expedia aufgekauft, der Nummer 1 im Onlinetourismus.

In der Zwischenzeit sind die Olivenbäume gewachsen, weitere Bäume wurden gepflanzt. Heute zählt die Domäne 4.000 Bäume auf 15 Hektar.

Währenddessen haben sich Carine und Roland in Frankreich und Italien gewissenhaft in allen Praktiken und Techniken der Ölgewinnung weitergebildet.

Roland hat seine Ausbildung an der Universität für Pharmazie in Montpellier vollendet und 2010 ein Diplom als Oleologe erhalten.

Die konsequente Weiterentwicklung ihrer Vorstellungen führte ganz natürlich zu der Gründung einer Olivenmühle, das Herz der Tätigkeiten mit Oliven eines Dorfes oder einer Region.

Die Philosophie

Die Olivenbäume der Domäne erbringen trotz ausreichender Bewässerung nur einen geringen Ertrag. Einerseits befinden sich die Planzungen am Rande der klimatisch noch sinnvoll bewirtschaftbaren Flächen, andererseits werden die Bäume jährlich in der traditionellen „taille“ zurückgeschnitten. Infolgedessen konzentrieren die Bäume ihre Qualität in den wenigen Oliven die sie produzieren.

Der Anbau der Olivenbäume erfolgt nach den Regeln der biologischen Landwirtschaft. Hier wird ausschließlich organischer Dünger verwendet. Der verwendete Dünger ist reich an Mikroorganismen und erlaubt die Nachbildung von Humus und somit eine Verbesserung der Bodenqualität. Dieser Dünger setzt nur langsam, über einen langen Zeitraum hinweg, die enthaltenen Mineralien (Stickstoff, Phosphor und Kalium) frei, welche die Olivenbäume benötigen.

Die Ernte erfolgt manuell mittels Kämmen und Netzen.

Die Mühle: wenn man sich mit so viel Sorgfalt um das Produkt kümmert, will man bei der Verarbeitung keinerlei Risiken eingehen. Das aus den Oliven gewonnene Öl muss den Anforderungen des Oleologen zu 100% entsprechen. Daraus wurde die Idee geboren, welche langsam in den Köpfen von Carine und Roland Gestalt annahm, eine eigene Mühle zu bauen und sich weiterzubilden, um die Oliven selbst verarbeiten zu können, also ein eigenes Öl gewinnen zu können.

Alles in dem Gebäude wurde so geplant, dass es nur einen minimalen Einfluss auf die Umwelt hat und somit eine maximale Autonomie bezüglich der Energieversorgung besitzt: die Ausrichtung des Gebäudes, die Dämmung, die Beachtung der lokalen Gegebenheiten, die Verwendung von hochwertigen und gleichzeitig lokalen Materialien. Außerhalb der Mühle herrscht die gleiche Philosophie vor: die Olivenkerne werden als biologischer Brennstoff zur Beheizung der Mühle verwendet. Die weiteren, bei der Produktion des Olivenöls anfallenden, Reste werden zur Düngung der Böden verwendet.

Dadurch, dass die Oliven in der eigenen Mühle verarbeitet werden, kann die Zeit zwischen der Ernte und der Verarbeitung minimiert werden. Somit wird das Risiko der Fermentierung und damit des Verlustes der Aromen gegen Null gesenkt.

Die Maschine, die bei der Extraktion des Öls hilft, ist nach dem neuesten Stand der Technik gebaut. Es ist weiterhin kein Zufall, dass die Maschine aus Italien, genauer gesagt aus der Toskana kommt, einer Region, die bei der Fabrikation von fruchtig grünem Olivenöl einen hervorragenden Ruf genießt. Bei der Mühle handelt es sich um einen Zwei-Phasen-Dekanter, das heißt, eine Maschine, die während der Ölgewinnung ohne Wasserzufuhr auskommt. Dementsprechend kann im Öl der maximale Anteil der Aromen aus den verarbeiteten Oliven konserviert werden.

Des Weiteren werden die Oliven kalt gepresst. Auch dies geschieht mit dem Ziel, ein Maximum an Aromen im Öl zu behalten. Unser Aushängeschild, ein fruchtig-grünes Olivenöl mit einem sehr geringen Säureanteil, ist das Ergebnis von dem Zusammenspiel all dieser Faktoren, vor allem dieser Extraktionsmethode. Aber diese allein führt nicht zum Erfolg!

Ferner muss man die Gegebenheiten des Geländes, die verschiedenen Olivensorten und den optimalen Reifegrad der Oliven bei der Ernte genauestens kennen und bei der Komposition eines Öls berücksichtigen.